Tier adoptieren statt kaufen – warum sich Adoption lohnt
In deutschen Tierheimen warten jeden Tag tausende Hunde, Katzen und Kleintiere auf ein neues Zuhause. Ein Tier zu adoptieren statt es zu kaufen ist nicht nur die menschlichere Entscheidung – sie ist auch oft die nachhaltigere und langfristig erfüllendere.
Warum Adoption statt Kauf?
Jedes Jahr werden in Deutschland hunderttausende Tiere abgegeben oder ausgesetzt. Viele dieser Tiere sind gesund, sozialisiert und sehnen sich nach einer geduldigen Familie. Eine Adoption schenkt ihnen eine zweite Chance und entlastet überfüllte Tierheime und Auffangstationen.
Anders als beim Kauf bei einem Züchter oder über fragwürdige Online-Plattformen unterstützt du mit einer Adoption keine kommerziellen Strukturen, die das Leid von Muttertieren in Kauf nehmen.
Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick
Du rettest ein Leben. Viele Tiere haben bereits Schweres erlebt und brauchen dringend ein Zuhause.
Du kennst den Charakter. Tierheime und Pflegestellen beobachten ihre Schützlinge oft monatelang und können dir ehrlich sagen, ob das Tier zu dir passt.
Du sparst Geld. Die Schutzgebühr liegt meist deutlich unter dem Preis eines Rassetieres beim Züchter.
Du handelst gegen den illegalen Welpenhandel. Wer adoptiert, finanziert keine zwielichtigen Vermehrungsstrukturen.
So läuft eine seriöse Adoption ab
Eine Adoption ist mehr als ein spontaner Kauf. Seriöse Vermittler nehmen sich Zeit und prüfen, ob Mensch und Tier zueinander passen.
Typische Schritte sind: ein erstes Kennenlernen, mehrere Besuche, eine Vor- oder Nachkontrolle des neuen Zuhauses sowie ein schriftlicher Schutzvertrag mit Angaben zu Schutzgebühr, Rückgaberecht und Pflichten.
Tipps für die richtige Wahl
Überlege ehrlich, wie viel Zeit, Platz und Geld du langfristig hast. Ein Hund aus dem Tierheim braucht im Alltag oft mehrere Stunden Aufmerksamkeit, eine ältere Katze hingegen ist meist genügsamer.
Sprich offen mit der Vermittlerin oder dem Vermittler über Vorerkrankungen, Verhalten und Erfahrungen mit Kindern oder anderen Tieren. Eine ehrliche Vermittlung ist die Basis für ein gelingendes Zusammenleben.
Häufige Fragen
Was kostet es, ein Tier zu adoptieren?
Die Schutzgebühren variieren je nach Tierart und Organisation. Bei Hunden liegen sie meist zwischen 250 und 450 Euro, bei Katzen zwischen 80 und 200 Euro. Sie decken Kastration, Impfungen, Chip und Tierarztkosten ab.
Kann jeder ein Tier adoptieren?
Grundsätzlich ja, doch Tierschutzvereine prüfen, ob Wohnsituation, Zeit und Erfahrung zum Tier passen. Bei Mietwohnungen brauchst du in der Regel die Zustimmung des Vermieters.
Was ist, wenn das Tier nicht zu mir passt?
Ein seriöser Schutzvertrag enthält ein Rückgaberecht an die vermittelnde Organisation. So ist sichergestellt, dass das Tier nicht weiterverkauft oder ausgesetzt wird.
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Quellen
Dieser Artikel wurde mit folgenden Quellen erstellt und geprüft:
- Deutscher Tierschutzbund – Fragen zur Tierheimarbeit
- Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft – Tierschutz